Winterliche Verhältnisse beim Klassiker Chur-Arosa

Am Sonntag, den 08.09.2019, fand bei winterlichen Wetterbedingungen der Radklassiker Chur-Arosa statt. Die Fahrer des Bergrennens hatten eine Strecke von 29.3km und 1191Hm zu bewältigen. Im Anschluss bestritten die jeweils besten der Lizenzkategorien die Schweizermeisterschaften im Berg-Einzelzeitfahren. Diese führten über den Schlussanstieg des Radklassikers und einer Länge von 8,5km, von Langwies nach Arosa.
Für den RMC Appenzell standen Neuländner Damian und Sarah Tihanyi bei widrigem Wetter am Start. Aufgrund des Schneefalls in Arosa war bis zum Startschuss nicht klar, ob das Rennen wie geplant, über die gesamte Renndistanz dauern würde. Da der Schneefall nach dem Startschuss um 11:00 Uhr jedoch allmählich nachliess, durften die Fahrer bis hoch ins weisse Arosa fahren. Die ersten, sehr steilen, 5km der Strecke führten von Chur auf eine Höhenstrasse. Von dort aus schlängelte sich die Strasse bis hoch nach Langwies, wo erneut eine sehr steile Rampe zu absolvieren gilt. Sarah Tihanyi, welche sich aufgrund der Witterung, für ein sehr kurzes Einfahren entschied, musste sich innerhalb des Rennens warmfahren. Je länger das Rennen dauerte, desto weiter konnte sie ihre Stärken als Bergfloh entfalten. Sie konnte sich beim Radklassiker mit dem 6. Rang bei den Frauen und einer Zeit von 1h23min, klassieren. Somit qualifizierte sie sich für die anschliessenden Schweizermeisterschaften.
Nach dem Rennen verlud sie ihr Fahrrad, zog sich um und um gönnte sich ein paar Kalorien zur Stärkung. Nach einer kurzen Erholungsphase verbrachte sie ihr Freund und Trainer, Joel Meier, zur Startlinie, wo er ihr im Begleitfahrzeug folgte. Sarah fand ihren Rhythmus im Einzelzeitfahren sehr schnell. Sie bewältigte die anspruchsvolle Strecke bei Temperaturen um 1°C, mit einer Zeit von 25 Minuten und 38 Sekunden. Somit verpasste sie, mit einem Rückstand von 18 Sekunden, den Titel. Sie beendete die Meisterschaft auf dem guten 3. Schlussrang.
Auch Damian zeigte eine starke Leistung! Er klassierte sich auf dem ausgezeichnetem 21.Schlussrang. Somit durfte auch er ein zweites Mal an den Start und fuhr bei den Herren Amateur auf den starken 5. Schlussrang!

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Schlammige Verhältnisse am Zanzenberg

Letzten Sonntag fand am Zanzenberg bei Dornbirn das letzte Bikerennen des Alpencups statt.
Benjamin Inauen vom Gilis Biketeam/RMC Appenzell startete in der Kategorie Elite Herren. Das Rennen führte zum grossen Teil über Waldboden und dieser wurde durch die anhaltenden Niederschläge stark aufgeweicht. Kurz vor dem Start liess der Regenfall nach, was die Verhältnisse nicht einfacher machte. So wurde der Schlamm schwer und klebte an den Bikes.
Inauen startete etwas verhalten ins Rennen und reihte sich so im Mittelfeld ein. Durch die erschwerten äusseren Bedingungen gab es jedoch sehr viele Ausfälle. Die Athleten mussten nicht nur gegen ihre Konkurrenten kämpfen, sondern auch gegen die erschwerten Wetterbedingungen. So hiess es einen möglichen Defekt der Schaltanlage zu vermeiden. Dies gelang Benjamin und er konnte so als siebter die Ziellinie durchqueren.

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Verschneites aber trailreiches Bikeweekend in Pontresina

Letzten Samstag machten sich 38 RMC-ler auf ins Engadin, genauer gesagt nach Pontresina, zum Bikeweekend des RMC. Nach einem feinen Zmorge im Hotel Palü starteten beide Gruppen bei durchzogenem Wetter die erste Tour Richtung Bernina Pass. Für die einen ging es weiter bis zur Alp Grüm, für die anderen auf knackigen Singletrails runter bis nach Poschiavo. Nach der Zugfahrt zurück zum Berninapass, wo sich das Wetter leider von der garstigen und regnerischen Seite zeigte, ging es auf weiteren coolen Trails zurück zum Hotel. Glücklicherweise wurde das Wetter zum Abend hin wieder besser und alle konnten auf dem Muottas Muragl nicht nur feine Käsespätzli, sondern auch eine wunderbare Aussicht geniessen.
Am Sonntagmorgen staunten alle über die tiefverschneite Winterlandschaft. An eine Tour rund um Pontresina war nicht zu denken, weswegen sich einige bereits auf die Heimreise begaben. Andere nutzten den freien Tag für eine Jassrunde, einen Saunagang oder einfach einen gemütlichen Kaffeenachmittag in Pontresina. Eine Handvoll unersättlicher Biker liess es sich aber nicht nehmen aufs Bike zu steigen und machte sich auf den Weg an den Comersee. Dort kamen sie bei gar nicht so unfreundlichem Wetter in den Genuss einer wunderbaren Höhentour.
Auch am Montag war das Engadin noch immer schneebedeckt. Daher begab sich die ganze Bikerschar wieder zurück ins Unterland bis nach Untervaz, wo doch noch eine super Tour möglich war mit zum Schluss sogar einigen Sonnenstrahlen.
Ein herzliches Dankeschön an Lucia Rechsteiner und Hanspeter Knöpfel für die super Organisation, bis zum nächsten Mal!

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4 Alpenpässe an einem Tag!!! – Ötztaler Radmarathon

Am ersten Sonntag im September hiess es wieder mal „Mythos Ötztaler“. Drei Appenzeller vom RMC Appenzell standen mit rund 4000 anderen Rennradfahrer um 6.45 Uhr am Start in Sölden. Der Rundkurs führt auf 238 Kilometern von Sölden über 4 Alpenpässe (Kühtaisattel, Brenner-, Jaufenpass und Timmelsjoch) nach Südtirol und wieder retour. Unglaubliche 5.500 Höhenmeter meistern die Teilnehmer, die schnellsten unter ihnen gelangen in einer Rekordzeit von knapp unter sieben Stunden ins Ziel. Petrus meinte es dieses Jahr besser mit dem Wetter als letztes Jahr wo es den ganzen Tag regnete, es war perfekt. So freuten sich Laila Orenos, Patrick Altherr und Dani Räss auf den herausfordernden Tag, wo immer mit Überraschungen zu rechnen ist.
Laila, als 5-fache Seriensiegerin ging gelassen an das Rennen heran, siegen war nicht ihre erste Motivation, dieses Jahr wollte sie einfach möglichst geniessen und schauen was auch mit einem kleineren Trainingsaufwand möglich ist. Von Sölden nach Ötz, wo eine Herde Radfahrer die gesperrten Strassen hinunter flitzten fanden auch die drei ihren Platz. Auf den ersten Pass mit bis zu 16% Steigung verteilten sich dann aber die Gruppen langsam. Der Kühtai gilt als ein harter Brocken, ist aber zum Glück mit noch eher „frischen“ Beinen zu bewältigen. Dennoch kann er schon recht strapazieren, was Patrick wieder aufs Neue erfahren musste. Er kam mit Laila kurz nach Dani bei der Verpflegung vorbei und mit einer rasanten Abfahrt Richtung Innsbruck wurden sie für die erste Anstrengung entschädigt. Der Aufstieg Brenner war in einer riesigen Gruppen von rund 150 Radfahrer und das Tempo war höher als andere Jahre. Trotzdem hatte die Appenzeller Delegation Zeit für „e Schwätzli“. Im Jaufenpass war dann keine Zeit mehr für Gespräche und die Pace war wieder hoch und somit anstrengend. Die Abfahrt vom Jaufen konnten sie auf der neuen Strasse wieder richtig geniessen und liessen einige Fahrer stehen. Im Timmelsjoch wurde dann noch gefahren was übrig war, es waren alle drei gezeichnet. Laila hatte auch noch mit dem Magen zu kämpfen und musste dabei ihre Führung abgeben. So war das berüchtigte Timmelsjoch wieder ein hartes Stück Arbeit bis zum Pass, bevor die Finale Abfahrt mit Gegenanstieg kam. Für die verbliebenen 30km mussten noch die letzten Reserven mobilisiert werden. Dani fuhr mit einer sensationellen Zeit von 7.42h in Sölden ein, wenige Minuten später unterstreichen Laila und Patrick die starke Leistung noch und fuhren zusammen nach 7.52h über die Ziellinie! Laila erfreute sich sehr über den 3. Platz und gönnte es der neuen Siegerin. Nun ist ihre Siegesserie gebrochen, jedoch ist der 3. Platz nicht weniger Wert. Es ist eine Wahnsinns Leistung von Laila auf diesem Niveau zu fahren und so manch ein Sportsmann muss sich richtig strecken um mit ihr mitfahren zu können. Auch Dani und Patrick konnten sich mit Rang 106 und 160 über eine super Platzierung freuen.
Wir schauten dem eindrücklichen Geschehen im Zielgelände zu. Die Emotionen waren enorm, für viele ein unglaubliches Glücksgefühl durch diese Ziellinie zu fahren, auch wenn die meisten Fahrer richtig erschöpft waren und ein leidendes Gesicht kein Einzelfall war. Ich bin nicht sicher, wieviele gleich im Ziel für nächstes Jahr wieder unterschreiben würden, aber anscheinend überwiegen die positiven Momente, welche die Krämpfe und andere Leiden vergessen lassen, den es hat unzählige Wiederholungstäter die freiwillig immer wieder mitmachen. So auch Laila, Patrick und Dani die ganz schnell die Strapazen vergassen und glücklich den Tag noch ausklingen liessen.

Laila Orenos meistert problemlos zusammen mit Patrick Altherr den Pass.

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Einmal um den Nationalpark

Drei Fahrer vom RMC Appenzell haben es am Wochenende gewagt, die 137 Kilometer und 4000 Höhenmeter um den Nationalpark unter die Räder zu nehmen. Bei super Bedingungen, ging es für Tom Giger, Hampi Hörler und Erwin Hörler um 07.15 Uhr in Scuol los.
Die Taktik war, das Rennen bedacht zu starten und dann anzugreifen. Bis Livigno konnten sie sich fest auf den Sättel halten, danach im Aufstieg zum Chaschaunapass wurden auch die «Laufmuskeln» gefordert wo sie Plätze gut machen konnten. Nach dem Aufstieg kam dann eine technisch anspruchsvolle Passage runter wo die Bremsscheiben stark gefordert wurden.
In den letzten 40 Kilometer waren nicht nur die Höhenmeter eine Herausforderung, sondern auch die müden Muskeln welche sich mit Krämpfen bemerkbar machten . Dank dem guten Einteilen konnten sie aber bis am Schluss ein gleichmässiges Tempo fahren und auf der Überholspur bleiben.
Hampi Hörler kam mit einer Zeit von 7h 33, Tom Giger mit 8h 30 und Erwin Hörler mit 8h 34 glücklich und müde ins Ziel. 

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